ABOUT ME

Über mich zu schreiben, behagt mir nicht. Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin kein graues Mäuschen, das die Gesellschaft scheut und sich hinter seinen Büchern verkriecht.
Nein, es ist viel simpler: Ich rede nicht gerne über mich.

Auch würde ich keine Biografie veröffentlichen wollen, denn die Voraussetzungen, um eine gute Biografie zu schreiben, bestehen in der Bereitschaft, sich vor Publikum seelisch auszuziehen – und da liegt das eigentliche Problem.
Und ehrlich, meine Biografie würde ohnehin nicht die objektive Wahrheit, sondern nur die persönliche Wirklichkeit zeigen und durch meine eigenen Gefühle eingefärbt bleiben. Ein Grund, es zu lassen und lieber gleich Fantasy-Romane zu schreiben.
Ich verstehe es jedoch, wenn meine Leser etwas über den Menschen erfahren möchten, der die Bücher geschrieben hat. Über seine Beweggründe und die Momente, die ihn geprägt haben.

Nun, mein Leben hatte Höhen und Tiefen wie jedes andere Leben auch. Vielleicht sind meine Tiefen auch etwas tiefer ausgefallen als die vieler anderer, dafür waren aber auch die Höhen höher als die der meisten Menschen.
Manchmal denke ich, dass ich unheimliches Glück hatte, denn meine Erfahrungen reichen schon für mehrere Leben aus und sind ein unerschöpflicher Pool an Inspiration.

Wenn ich darüber nachdenke, ob es ein Thema in meinem Leben gab, das mich von Kindesbeinen an begleitete, das meine Entscheidungen und meinen Werdegang bestimmte, dann muss ich sagen: Es war und ist die Freiheit.
Freiheit und Unabhängigkeit in ihrer ursprünglichen Form.
Bereits in Kindertagen befeuerte mein Unverständnis darüber, dass andere über mich bestimmen sollten, mein Bedürfnis, mich zu behaupten. Also in einem Alter, in dem ich noch keine Ahnung von gesellschaftlichen Formen hatte und in dem sie – die Gesellschaft – noch keinen Einfluss auf mich ausüben konnte, zumindest nicht direkt.

Wann genau war der früheste Moment, den ich heute eine Erinnerung nennen kann? War es mit vier Jahren? Oder erst mit sieben? Vielleicht gibt es sogar einzelne Erinnerungen schon mit zwei Jahren.

Ich erinnere mich leider nicht an meine frühe Kindheit. Nicht gänzlich. Es gibt nur Erinnerungen an Augenblicke.
Diese Bruchstücke, kleine Flashbacks meines Lebens, sind der Impuls, mich mit der Vergangenheit zu beschäftigen. Bewusst danach zu tauchen und versunkene und verschüttete Momente des Lebens an die Oberfläche zu befördern. Denn jeder dieser Lebensabschnitte hat mich geprägt.

Grundsätzlich stellen unsere Erinnerungen etwas Besonderes dar. Für mich, eine Autorin, sind sie essenziell. Dieses Besondere herauszufinden und ihm in Form von Literatur Ausdruck zu verleihen, ist Ziel und zugleich eine Herausforderung für mich.

Durch die Macht des Erinnerns, die das Alter mit sich  bringt, lebt die Vergangenheit in uns, habe ich irgendwo gelesen.

Zugegeben, früher übte die Vergangenheit keinen Reiz auf mich aus, im Gegenteil. Vergangenheit war etwas, was vergangen war und vergessen gehörte. Der Zukunft galt meine ganze Aufmerksamkeit – und auch die Sorge.

Es ist aber so, dass die Gegenwart ohne Vergangenheit keine Zukunft hat. Eine ziemlich abgedroschene Phrase, die ich hier bemühe, aber sie ist wahr. Was wären wir ohne Vergangenheit, ohne unsere Erfahrungen, ohne die unglaublichen Menschen, denen wir begegnet sind, ohne die Orte, die wir gesehen haben, und die Wunder, die diese Welt uns schenkt? – Ja, genau: armselige Kreaturen.

Auch wenn ich Fantasy-Romane schreibe, sind die Figuren und Orte von dem, was ich erlebt und gesehen habe, beeinflusst – eine Melange aus allem, sozusagen. Und ich hoffe wirklich sehr, dass meine Bücher euch gefallen, denn ich schreibe sie für euch.

Steckbrief:
Alter: jung genug, um Fehler zu begehen, aber alt genug, diese zu erkennen
Größe: 174 cm
Augenfarbe: grün
Haarfarbe: dunkel, manchmal variiert sie jedoch
Gewicht: 5 kg weniger wären mir lieber
Mann: 1
Kind: 1
Haustiere: nach zwei Hunden jetzt eine Katze, die manchmal auch auf ihren Namen – Molly – hört
Wohnort: München
Hobby: Lesen, Gartenarbeit (vielleicht war ich in einem früheren Leben ein Maulwurf, was die Vorliebe, in der Erde zu wühlen, erklären würde) und alles, was mit der Natur zu tun hat


 

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